Checkliste bezüglich der Registrierkassenverordnung Österreich ab 2017:

Folgende Punkte muss eine Registrierkasse ab 1.4.2017 laut Registrierkassensicherheitsverordnung (RKS-V) erfüllen:

# Der Kasse muss eine unternehmensweit eindeutige Kassenidentifikationsnummer, die über FinanzOnline gemeldet werden muss, zugeordnet werden können.
# Die Kasse muss über eine geeignete Schnittstelle zu einer Sicherheitseinrichtung (HSM oder Chipkartenleser) mit einer Signaturerstellungseinheit verfügen.
# Jeder Beleg muss mit einem maschinenlesbaren Code, der die Daten laut §10(2) RKS-V zu enthalten hat, versehen werden. Trainings- und Stornobuchungen haben im maschi- nenlesbaren Code zusätzlich die Bezeichnung „Trainingsbuchung“ oder „Stornobuchung“ zu enthalten.
# Jeder einzelne Barumsatz, Monats-, Jahres- und Schlussbeleg sowie jede Trainings-und Stornobuchung sind elektronisch zu signieren. Dabei ist eine elektronische Signatur von der Signaturerstellungseinheit anzufordern und auf dem zugehörigen Beleg als Teil des maschinenlesbaren Codes anzudrucken. In die Signaturerstellung sind die Daten laut §9(2) RKS-V einzubeziehen.
# Sollte keine aufrechte Verbindung zu der Signaturerstellungseinheit bestehen, muss am Beleg der Hinweis „Sicherheitseinrichtung ausgefallen“ angebracht werden. Nach Wie-derinbetriebnahme der Signaturerstellungseinheit muss ein signierter Sammelbeleg mit Betrag Null erstellt und im Datenerfassungsprotokoll gespeichert werden.

Die Kassenpflicht:

# Die Kasse muss einen Startbeleg, der eine Prüfung entsprechend §6(4) RKS-V ermöglicht, erzeugen können.
# Ein Datenerfassungsprotokoll (DEP), in dem jeder einzelne Barumsatz inkl. der elektronischen Signatur zu erfassen und abzuspeichern ist, ist zu führen. Dabei sind zumindest die Belegdaten gemäß § 132a(3) BAO festzuhalten.
# Die in der Registrierkasse erfassten Barumsätze werden laufend aufsummiert (Umsatzzähler). Trainingsbuchungen dürfen sich dabei nicht auf den Umsatzzähler auswirken. Am Monatsende ist der Zwischenstand des Umsatzzählers als Barumsatz mit Betrag Null und elektronischer Signatur der Signaturerstellungseinheit (Monatsbeleg) im Datener-fassungsprotokoll zu speichern.
# Start- und Monatsbeleg müssen ausgedruckt werden können.
# Der Umsatzzähler muss mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES 256 verschlüsselt werden können.
# Das Datenerfassungsprotokoll muss jederzeit entsprechend der in der RKS-V enthaltenen Detailspezifikation exportiert werden können.
# Die Kasse muss im Falle einer planmäßigen Außerbetriebnahme der Registrierkasse einen Schlussbeleg mit Betrag Null erstellen können.
# Eine quartalsweise Sicherungsfunktion, die es ermöglicht die Daten des Datenerfassungsprotokolls auf einen externen Datenträger zu speichern, muss zur Verfügung stehen. Um die Unveränderbarkeit des gesamten Datenerfassungsprotokolls im Wege der Signatur zu gewährleisten, muss bei dieser Sicherung der Monatsbeleg des letzten Monats des Quartals als letzter Beleg enthalten sein.
# Die Registrierkasse darf keine Vorrichtungen enthalten, über die das Ansteuern der Sicherheitseinrichtung umgangen werden kann. Dabei ist zu beachten, dass dies nicht für die Erfassung von Geschäftsvorfällen, die keine Barumsätze darstellen (z.B. Lieferscheine, Banküberweisungen und -einzug, durchlaufende Posten) gilt.

Aktivierung Registrierkassa, Anmeldung beim Finanzamt:

Laden Sie sich den Ablauf für die Aktivierung und Anmeldung der Registrierkasse mit dem untenstehenden Link herunter:

Die Hardware:

KARTENLESE GERÄTE für die Registrierkassa:
Getestet und programmiert wurden ein externes Kartenlesegerät und ein USB-Stcik von A-Trust, welche verwendet werden können.
Die Preise wurden damals (Sommer 2016), ausgegeben, können sich aber in der Zwischenzeit auch geändert haben
 




Produkte können über den Onlineshop von A-Trust (https://www.a-trust.at/webshop/) mittels Angabe der UID Nummer bestellt werden.
Der Kartenleser ist flach (ca. 0,6 cm hoch) und ca. 8 x 6 cm in der Länge und Breite. Die Karte steht etwas vorne heraus.
Nach Bestellung erhält man ungefähr 3 Werktage später die Chipkarte und den Leser. Die Kosten sind sehr überschaubar.



 
Der Kartenleser wird über USB an dem Gerät angesteckt und kann nach der Installation der Treiber (werden automatisch installiert per Windows) nach ca. 3 Minuten verwendet werden.
Diese Erweiterung steht in SD WIN ab der Version 4.2.3 (Oktober 2016) im Rahmen eines Updates zur Verfügung..
Das für die Finanz notwendige Protokoll läuft in SD WIN ab dieser Version 4.2.3. Da die Finanz einen Anfangsbeleg verlangt, der den Beginn des Protokolls bestimmt, kann dieser auch nicht automatisch vom System gemacht werden, sondern muss vom User einmalig gestartet werden. Für die Prüfung der ordnungsgemäßen Verarbeitung stellt die Finanz eine APP zur Verfügung.

 

PC gestützte Programmlösung von SD WIN:

SD WIN bietet im Rahmen der bestehenden Warenwirtschaft eine Lösung für die Registrierkassa laut Verordnung vom Bundesministerium von Finanzen als PC-Lösung an. Diese PC Lösung kann auf einem herkömmlichen PC, einem Laptop oder auf einem Tablet mit einem aktuellen Windows Betriebssystem ausgeführt werden.

Die dazu gestellten Detailfragen der Gewerbetreibenden, welche bezüglich Aufkommen von Rechnungen und Barrechnungen und einhergehender Verpflichtung zur Führung einer elektronischen Registrierkassa bzw. einer PC gestützten Lösung zu beantworten sind, sollten Sie grundsätzlich mit dem Steuerberater, bzw. mit dem Buchhalter besprechen.

Nachstehend ein Link für ein Video vom Finanzamt, welches die wichtigen 5 Schritte aufzeigt:

Video vom Finanzamt über die 5 Schritte zur Registrierkassa


Nachstehend ein Link zu einer Web-Site vom Finanzamt, welche auf allgemeine Frage der Gewerbetreibenden eingeht:

allgemeine Fragen zur Registrierkassenpflicht in Österreich für 2016-2017